Die Kapverdischen Inseln waren für mich mal wieder ein Ziel in Afrika. Afrika kannte ich vorher von Tunesien, Marokko und Ägypten und nun also die kapverdischen Inseln – 320 km westlich von Senegal gelegen. Ich wußte nicht viel und bin entsprechend „unvorbereitet“ los geflogen. Für meine Partnerin war es die zweite Reise zu den Kapverdischen Inseln – Ihre allererste Reise überhaupt ging vor 14 Jahren nach Capo Verde.
16 Tage, 2 Inseln und ein Kurztrip als „fly-over“ Aufenthalt in die Hauptstadt Praia waren geplant – als Aktivitäten: Tauchen, Entspannen, Inseln erkunden.
Von Düsseldorf nach Boa Vista (Sal Rei)
Aus Mangel an ordentlichen Flügen aus der Hauptstadt Berlin (#traurig und #peinlich), sind wir mit dem Zug nach Düsseldorf gefahren. Ich war vorher nur beruflich in Düsseldorf und wollte mir „little Tokio“ in Düsseldorf anschauen – was relativ cool war und das Dinner entsprechend japanisch gestaltet hat.
Am nächsten Morgen um 6 Uhr ging es mit Tui fly nach Boa Vista, Kap Verde – sehr cooler Flug, sehr unkompliziert, ca. 6 Stunden und wir waren da.
Boa Vista ist die drittgrößte der Kapverdischen Inseln im östlichen Zentralatlantik. Die „Perle“ der Kapverden genannte Wüsteninsel wird seit einiger Zeit als Touristenziel aufgebaut. Die schönsten und längsten Strände der Kapverden sollen sich hier befinden. (Wikipedia)
Mit diesen Informationen, sind wir in Boa Vista gelandet – meine Partnerin war vorher auch noch nicht auf dieser Insel – und wir stellten schnell fest – yes, hier sind noch kaum Menschen :). Tui fliegt Boa Vista als Zwischenstopp für weitere Inseln an und es steigen auch nicht so viele Menschen aus. Grundsätzlich gibt es ca. 3 Ressorts auf der Insel und eine größere Stadt – Sal Rei – in die Stadt sind wir gefahren, um unser Apartment zu beziehen.
Sal Rei und Tauchen auf Boa Vista, Kap Verde
Sal Rei ist die eine Stadt auf Boa Vista – offiziell ca. 16.ooo Einwohner – Touristen gibt es nicht viele – wir waren aber auch zur Neben-Saison da und es war eher leerer. Aber auch in der Hochsaison wird es nicht sehr voll in Boa Vista – noch haben nicht so viele Touristen die Perle der Kapverden auf dem Schirm.
Gedanken, die ich mir auf Boa Vista zu den Kapverdischen Inseln gemacht habe:
- Jeder Supermarkt scheint in asiatischer Hand zu sein – wir fragten uns oft Abends beim Essen, wieso und ob das Franchises sind?
- Ich habe auf keine Kapverdischen Insel irgendwo auch nur einen westlichen Laden gesehen – keine „Boutiques“, keine Café-Häuser wie Costa oder Starbucks, kein McDonalds, nichts – sehr sympathisch.
- Auch wenn es wenige Touristen gab, gab es erstaunliche viele Auswanderer, die auf Boa Vista Restaurants und Apartments eröffnet haben.
- Boa Vista hat ca. 5 km Wüste
- Die Landebahn auf Boa Vista ist geradeso für internationale Flüge geeignet
- In Boa Vista gibt es Dünen, die bis ins Meer reichen
- Kapverdischer Weißwein ist mega – auch auf Sal
- Es war immer / oft eher dunkel-bewölkt, aber es hat nie geregnet – die Wolken sind immer weiter gezogen. Generell regnet es max. 5-6 Tage im Jahr auf Boa Vista (durchschnittlich) – wir fragten uns, warum sich die Wolken nicht entladen – ob „Typografie“ fehlt?
- Alle der Kapverdischen Inseln waren nicht bewohnt, als die Portugiesen sie entdeckten und es gibt auch keine Tiere, die nicht von Menschen mitgebracht wurden.
Aber jetzt zum Tauchen :), von meinen bisherigen Erfahrungen mit Tauchen (z.B. auf Fiji), war das Tauchen auf Boa Vista ok – überdurchschnitllich viele Fische, die Sicht war überdurchschnittlich und das Wasser kalt. Ich war das erste Mal im Atlantik tauchen. Spass gemacht hat es auf jeden Fall – da Tauchen in der Regel „Same, Same but different“ ist, kommt es vor allem auf das Drumherum an und das war super – die Tauchbasis war top, zu den Tauchspots war es in der Regel nie weiter als 5-6 Minuten mit dem Boat und hohe Artenvielfalt.
Highlights für mich: Ein Nurse Shark gesehen, eine Schildkröte, Baby Zitronen Haien am Strand beobachtet, große schwarze Rochen, Fischschwärme, Lobster und Puffer Fische.
Von Boa Vista über Praia nach Sal
Nach einer Woche ging es von Boa Vista auf die Insel Sal. Eigentlich dauert der Überflug ca. 10-20 Minuten – allerdings nur einmal pro Woche und so sind wir über Praia nach Sal geflogen – inklusive ca. 5 Stunden Aufenthalt in der Hauptstadt von Kap Verde – Praia. Und weil alles so schön klein ist in Kap Verde, war es kein Problem diese Stunden zu nutzen, um sich die Stadt anzuschauen. Wir hatten genügend Zeit für einen ausgiebigen Stadtbummel mit Snack und flogen Abends weiter nach Sal.
Nach einer Woche Ruhe und Abgeschiedenheit auf Boa Vista, hatte ich ein wenig Sorge, ob mir Sal gefallen wird. Sal ist wie Boa Vista, eine Wüsteninsel, eher kleiner als Boa Vista, aber doppelt so stark bevölkert. Sal soll „voller“ sein, touristisch und turbulent. Ich hatte Sorge, nach Europa oder Amerika zu kommen in punkto Kultur, Läden und Attraktionen.
So war es glücklicherweise nicht, denn auch wenn Sal größer ist und touristisch erschlossener, war es immer noch Kap Verde – es gab nur mehr Straßen und mehr Restaurant, mehr Läden und mehr Menschen, was auch seinen Charme hat. Wir hatten eine Unterkunft direkt am Strand und eine Woche Beach-life mit Tauchen natürlich.
Fazit
16 Tage Kap Verde, 16 Tage ein Mischung aus „Ancient Europe“ und „modern Africa“. 16 Tage kreolische Kultur – African Style, hinterlassen mich fasziniert und entspannt – no stress ist das Motto auf Kap Verde und ich spürte es jeden Tag.
Wie auch schon am Anfang gesagt, aus Mangel an ordentlichen Flügen aus der Hauptstadt Berlin, sind wir von Sal zurück nach Hannover geflogen und von Hannover mit dem Zug zurück nach Berlin

































