Jordanien
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Jordanien Reisebericht – Aqaba bis Amman und zurück

Jordanien Reisebericht Wadi Rum

Jordanien Reisebericht – 4 Uhr morgens Ankunft in Aqaba. Wir stehen an der Immigration. Es geht nicht Vorwärts und nicht Rückwärts. Was passiert dort? Nichts erst mal, dann geht alles sehr schnell. Wir bekommen unseren Stempel. Die 80 Euro Einreise Gebühr können wir nicht bezahlen – Das Kartenlesegerät ist kaputt.

Müdigkeit. Schnell ein Taxi und zum Hotel. Der Muezzin schallt durch die Nacht. Die Szenerie erinnert mich an Filme und Serien, die ich kenne. Ich fühle mich wohl in der Fremde.

Jordanien Reisebericht

Das Frühstück ist klassisch arabisch – ein Falafel Sandwich mit Salat und Hummus. Das Wetter ist bescheiden. Wir werden unsere Pläne ändern müssen. Aus Tauchen in Jordanien wird dieses Jahr nichts. Wir laufen erst mal durch die Stadt, tauchen ein in das arabische Flair. Alle 5 Stunden (gefühlt) hören wir den Muezzin. Wir verstehen nur die ersten Worte „allahu akbar“ (الله أكبر). Wir schlendern weiter – am Strand entlang – wir trinken Kaffee und Tee.

Die Stadt ist schnell erkundet und die Geschichten aus Jordanien – aus Wadi Rum und Petra – beflügeln uns. Wir wollen nicht länger warten. Wir wollen schnell weiter und das Land sehen.

Das Hotel zeigt sich kooperativ und storniert unsere weitere Nacht, den Mietwagen bekommen wir einen Tag früher als geplant. Am nächsten Tag gegen Mittag befinden wir uns auf dem Weg nach Wadi Rum.

Wadi Rum – Auf den Spuren von Lawrence von Arabien

In der Wüste geben wir unser Auto erst mal wieder ab – samt Autoschlüssel – was ein mulmiges Gefühl zurücklässt, weil es ungewohnt ist seinen Autoschlüssel abzugeben. Wirklich daran glauben, dass irgendetwas mit unserem Auto und den Sachen darin passiert, tun wir nicht oder reden wir uns ein. Das Ergebnis ist das Gleiche – wir sind entspannt.

Jordanien Reisebericht – in Bildern

Jordanien Reisebericht Wadi Rum - Spektakuläre Aussicht

Jordanien Reisebericht Wadi Rum – Spektakuläre Aussicht

Wir fahren in einem Jeep – unser Fahrer heißt Auodi – ich habe leider vergessen, was das bedeutet, erzählt hat er uns davon. Der Sonnenuntergang gehört uns allein – die Nacht wird kalt, das begreifen wir spätestens in diesem Moment.

Jeep Tour Wadi Rum Jordanien

Jeep Tour Wadi Rum Jordanien

Ein klarer Sternenhimmel, Helligkeit die nur von den Sternen herrührt und absolute Stille sind der Ausgleich für die Kälte. Ich stehe in der Dunkelheit, den Blick in die Sterne gerichtet und denke über das Konzept von Raum und Zeit nach. Aufziehende Wolken beenden mein Gedankenspiel.

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Von Wadi Rum nach Petra

Der Weg führt uns weiter – Petra ist das nächste Ziel – wir haben Gäste. Die Fahrt geht schnell und am Nachmittag stehen wir vor dem Tempel, wegen dem ich nach Jordanien reisen wollte – Treasury – Petra.

Jordanien Reisebericht Petra erleben

Jordanien Reisebericht Petra erleben

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Wandern, klettern, Tempel, Ziegen, Kamele, Beduinen. Ich stelle mir vor, wie es war, als in Petra wirklich Menschen wohnten – 30.000 Menschen zur Blütezeit – und stelle fest, es leben immer noch Menschen in Petra, weniger und wahrscheinlich aus anderen Gründen, aber Sie leben nach wie vor in Petra. Eine über 4000 Jahre alte bewohnte Stadt, allerdings nicht offiziell, sonst könnte Rom einpacken können.
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Der Dead Sea Highway

Eine Unwetter Warnung steht ins Haus – alle sind recht panisch – Schnee ist angekündigt. Wir wissen nicht so recht, wie wir damit umgehen sollen. Was weiß Jordanien schon über Schnee denken wir uns – wir kennen immerhin die Alpen. Wir reisen weiter – in die Berge – den Dead Sea Highway entlang Richtung Totes Meer.

Auf dem Weg merken wir schnell, was es heißt in den Bergen von Jordanien unterwegs zu sein – bei Schnee.

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Am Toten Meer ist es windig aber zumindest gibt es keinen Schnee – wir gehen baden – natürlich. Im Wasser ist es wärmer als an der Luft.

Wir wollen weiter – das Auto springt nicht mehr an – Klassiker. Wir sind zwei Theoretiker, die mit Mechanik nichts am Hut haben – die Verzweiflung treibt uns an und wir finden den Fehler und wir REPARIEREN DAS AUTO. Begeisterung. Die Reise kann weiter gehen.

Das Wetter wird nicht besser, um nicht zu sagen es wird schlechter. Wir haben 10 m Sichtweite, gefühlt weniger. Nur noch über den Pass rüber nach Madaba, dann muss es besser werden – denken wir uns.

In Madaba angekommen treffen wir die ersten Ausleger des drohenden Sturms. Das Hotel rät uns, so schnell wie möglich nach Aqaba zurückzufahren, dort ist „Sommer“.

Um 17 Uhr machen wir uns auf den Weg – 350km liegen vor uns. Es regnet, es schneit, es ist kalt, es windet und keine Sicht. Wir kommen dennoch gut voran – die Mitte zwischen zwei Spuren ist mein zu Hause – bei jedem Auto, wo das Fernlicht noch funktioniert, ist es auch angeschaltet.

Wir kommen bis ca. 100km vor Aqaba, bevor der Highway gesperrt wird – es ist 21 Uhr und der Sturm wird stärker. Etwas argwöhnisch freunden wir uns mit dem Gedanken an, dass wir die Nacht an dieser Straßensperre verbringen werden.

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Dieser Gedanke löst sich in Luft auf, als es endlich weiter geht, passabel passierbar ist der Pass dadurch trotzdem nicht.

Wir schaffen es – Aqaba liegt vor uns und gegen 1 Uhr nachts sind wir im Hotel. In den nächsten 2 Tagen machen wir nicht viel – sagen wir uns. Wir fahren zur israelischen Grenze, die allerdings geschlossen ist. Wir halten uns verdächtig lange an einer Militärkontrolle auf, was den Soldaten veranlasst seine Waffe zu entsichern.

Interessanter Weise das letzte ”Erlebnis“ in Jordanien – bezeichnender Weise an der Grenze zu Israel. Um 4 Uhr morgens geht unser Flug zurück nach Deutschland.

Über die Reisenden:
Vom 14.02.2015 – bis zum 22.02.2015 sind Jan (https://twitter.com/Falsanu) und Jens (https://twitter.com/Reisen_jv) durch Jordanien gereist. Weitere Erlebnisse könnt Ihr unter http://blog-welt-entdecken.de/ nachlesen.

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