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Einflüsse anderer Sprachen auf die deutsche Sprache

Grundsätzlich unterteilt die Wissenschaft die Entwicklung der deutschen Sprache in fünf Abschnitte – das Althochdeutsche (ca.750 bis ca.1050), das Mittelhochdeutsche (ca.1050 bis ca.1350), das Frühneuhochdeutsche (ca.1350 bis ca.1650), das Neuhochdeutsche (ca.1650 bis ca.1950) und ab ca.1950 das „Deutsche“ (vgl. Bär 2000: 29).

In der Zeit des Althochdeutschen und Mittelhochdeutschen kam es als Folge des Kontaktes verschiedener Kulturen zu ersten lexikalischen Entlehnungen in der deutschen Sprache. Der Kontakt der Römer mit den Germanen in den Provinzen am Rhein und an der Donau sorgte für Wort Entlehnungen wie Kirche, Mauer, Münze, Ziegel z.B. (vgl. O’Halloran 2002: 147).

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Raucherkneipen in Berlin – Was sagt das Rauchverbot?

Die kalte Jahreszeit naht und für die Raucher unter uns wird es wieder ungemütlicher – vor allem in Bars und Kneipen ist rauchen eher die Ausnahme – mittlerweile in weiten Teilen der Welt.

In Berlin gibt es interessanterweise viele Bars und Kneipen, in denen nach wie vor geraucht werden kann oder zumindest, in denen geraucht wird.

Wie das überhaupt möglich ist, weiss ich nicht, begrüßen tue ich das auf jeden Fall. Und da man irgendwie nur selten weiss, in welchen Bars und Kneipen man rauchen kann, findet Ihr hier eine Liste mit Rauchkneipen in Berlin.

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Klettersteige Brenta Durchquerung – Via delle bocchette Planung

Wie Antje bereits eindrucksvoll in Ihrem Artikel beschrieben hat, haben wir eine Durchquerung des Brenta Massivs vorgenommen. Vor etwa 20 Jahren haben meine Eltern schon ein mal das Brenta Massiv durchquert und wir wollten Ihre Tour wiederholen.

Meine Eltern waren sich allerdings nicht mehr sicher, wie genau Sie die Durchquerung des Brenta Massiv angegangen sind. Was Sie noch wussten war, dass sie von Molveno starteten und die Tour zwei Tage dauerte – mit einer Übernachtung auf der Alimonta Hütte. Ein Buch „Gardasee Klettersteige“ diente Ihnen als Referenz. Internet in der heutigen Form, gab es damals noch nicht.

Dem Buch folgend konnten wir uns nur schwer erschliessen, wie die Durchquerung des Brenta Massiv funktioniert haben soll, also sind wir eine eigene Route gegangen und aus zwei geplanten Tagen wurden drei.

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Hüttenwanderung im Brenta Massiv – Die schönste Bergtour in den Dolomiten

Vom, wie es heißt „schönsten See Italiens“, dem „Lago di Molveno“, fuhr uns (Jens und mich) die Gondelbahn bis auf 1.350 m ü.d.M. hoch. Mit Blick auf das blaugrün schimmernde Wasser talabwärts und die gezackten Felstürme der Brenta Gipfel aufwärts, lässt allein die Fahrt schon ahnen, dass die nächsten Tage die wohl überwältigendsten Aussichten bieten werden, die ich jemals gesehen habe.

Ein Postkartenmotiv jagt das Nächste und ich fiebere unserer großen Klettertour entgegen. Bisher war ich viele Jahre in den Schweizer Alpen unterwegs, allerdings eher so Bergwandern mit etwas Kletterei, nicht alpin. Wie ich jetzt weiß gehören dazu nämlich Klettergeschirr, Helm, Steigeisen und andere Ausrüstungsgegenstände, die ein erfahrener Bergmensch mit sich rumträgt. Das Einzige, was ich schon immer hatte waren vernünftige Bergschuhe.

Diesmal also mit allem ausgestattet (außer Steigeisen) starteten wir von der oberen Talstation Refugio Pradel und Albergo del Brenta. Erst ging es ein Stück durch den Wald, immer begleitet von Felswänden, die neben uns in den Horizont ragten. Nach 1,5 h Waldlauf gab es eine Stärkung in einer Hütte (Kaffee und Apfelstrudel) mit atemberaubenden Blick auf das Brenta-Massiv, dann ging es hoch hinauf.

Wir liefen erst einmal Richtung „Boca del Tuckett“, was ein sogenannter Durchgang zur anderen Seite des Massivs ist. Von dort sollte es einen Abzweig Richtung Refugio de Alimenta geben (wo wir vorsorglich schon mal einen Schlafplatz reserviert hatten). Die Tour bis zum „Boca del Tuckett“ sollte laut Hinweisschild 4,5 h dauern. Von dort (meinte Jens) sind es nur noch 3h bis zur Alimenta-Hütte.

Immer höher ging es am Massiv entlang, mit einer Aussicht, die wirklich alles übertraf, was ich bisher gesehen hatte.

Wir waren seltsamerweise länger unterwegs als vermutet, daher wurde irgendwann auch das Wasser recht knapp. Es plätscherte in der Nähe und Jens meinte, dass er mal kurz nachschauen geht, ob das Wasser in der Nähe ist. Das war allerdings an einem Geröllfeld und der Weg hatte, jedenfalls in meiner Welt, auch schon längst aufgehört. Die roten Markierungen, die ab und wann an den Steinen zu sehen waren, nahm ich zu diesem Zeitpunkt wohl nicht mehr wahr.

Jens zog also los und ich blieb im Geröllfeld mit zwei Rucksäcken allein. Nach einer Weile bekam ich etwas Panik und rief nach ihm. Keine Antwort! Drei, viermal rief ich so laut es ging, aber zurück kam nur … Stille. Ich versuchte vorwärts zu kommen, indem ich den zweiten Rucksack auf meine Schulter nahm. Das funktionierte nicht wirklich, weil er nämlich viel zu schwer war und deshalb gab ich ziemlich schnell auf.

Meine Lösung des Problems sah so aus, dass ich den zweiten Rucksack immer so weit es ging vor mich schmiss und Meter um Meter vorwärts robbte, unter mir das Geröll, was unaufhörlich vor sich hin und her kullerte. Zu meiner großen Erleichterung tauchte Jens dann endlich wieder auf, allerdings ohne Wasser. Jeder erfahrene Bergsteiger hätte wahrscheinlich gedacht: „Was sind das denn für Trottel, die auf einer Alpin-Tour nicht mal genügend Wasser bei sich haben“!!!

Zwischendurch passierte noch etwas Unvorhersehbares. Jens verlor nämlich mitten beim Wandern plötzlich die Sohle seines Bergschuhs. Als findige Mc Gyvers knoteten wir behelfsmäßig alles mit Schnürsenkeln und Haargummis zusammen, in der Hoffnung, dass es für den Rest der Tour hält. Weit gefehlt, wie wir später feststellen mussten.

Wir begegneten noch zwei verwirrten Japanern (keiner weiß, wo sie herkamen) und als wir diesen die Markierungen und den Weg nach unten zeigten, entdeckten wir noch ein kleines Schneefeld. Hier befüllten wir behutsam unsere Wasserflaschen und kurz darauf standen wir direkt im „Boca del Tuckett“ auf 2.648 m.

Erleichtert, es endlich geschafft zu haben, betrachteten wir etwas verwirrt das Hinweisschild. Bis zur Alimenta-Hütte sollten es von dort noch einmal 4,5 h sein. Bis hierher waren wir allerdings schon locker 6 h unterwegs und mit dem Wissen, dass jetzt erst die Klettersteige losgehen, ereilte uns die Vorahnung, dass es sicher mindestens noch mal 4 h dauern würde. Wie sich später herausstellte hätte es schlappe 6 h gedauert.

Es gab also eine kleine Planänderung. Wir beschlossen (zum Glück gab es die Alternative) runter zur Refugio del Tuckett (2.272 m) zu laufen. Das waren laut Schild nochmal 1,5 h, also kein großer Ritt. Gegen 17.00 (2h später) kamen wir völlig erschöpft an der Hütte an. Dort hatten wir ja eigentlich keinen Schlafplatz reserviert, doch der freundliche Mann an der Bar klärte das schnell mit einem Anruf in der Alimenta-Hütte.

Die Begeisterung war „groß“, dass es ohne Steigeisen über ein Schneefeld gehen sollte – aber das war eben der Weg!

Die nächste Info war, dass der Bergschuh von Jens irreparabel sei und wir mit diesem Schuhwerk auf gar keinen Fall die Klettersteige am kommenden Tag meistern würden. Zum Glück konnte man neue, sehr gute Bergschuhe (für 99,00 EUR, bezahlbar mit EC-Karte) direkt in der Hütte erwerben.

Im 25 Mann-Bett Zimmer waren auch noch zwei Schlafplätze für uns frei, so dass wir uns keine Gedanken über die nächtliche Bettstätte machen mussten. Dinner gab es schon um 18.00. Also raus aus den Bergschuhen, rein in die Schlüpfpantoletten, die für jeden Gast zur Verfügung standen und ab zum Abendmahl. Wir bestellten einen riesigen Burger und viel Wein.

Bereits um neun sind wir dann auch schon ins Bett gefallen, erschöpft, glücklich und voller Vorfreude auf den nächsten Tag.

„Sosat“ und „Bochette Centrali“ Klettersteige

Um sechs war ich hellwach und bin auch gleich aufgestanden. Ab halb sieben gab es Frühstück und kurz nach sieben sind wir los, erst einmal Richtung Rifugio di Alimenta (wo wir ursprünglich übernachten wollten).

„Sosat“, der erste Klettersteig ließ nicht lange auf sich warten und nachdem uns auch immer mal Menschen begegneten, war für mich alles perfekt und ich konnte den Aufstieg genießen. Es ging stetig nach oben, direkt in das wunderschöne Bergmassiv hinein und an einem Schild angelangt, wo „Sentiero Sosat“ im Berg eingemeißelt stand, ging es so richtig los. Direkt im Anschluß an diese Ferrata folgte der berühmte „Bochette delle Centrali“, der schönste Alpinklettersteig der Dolomiten, so wird es zumindest im Internet und in Büchern beschrieben.

Irgendwann jedoch begegneten wir Keinem mehr und die Eis- und Geröllfelder tauchten wieder auf. Ich fühlte mich ein bisschen wie der Marsianer, die gähnende Leere um mich herum ergaben eine planetarische Atmosphäre, die mich in Gedanken weit weg von der Erde beamten.

Bis zur Alimenta-Hütte waren es insgesamt 4 h und als wir dort endlich ankamen, waren es nochmal 4 h 30 min. zur „Refugio del Pedrotti“, unserem nächsten Ziel vor dem Abstieg bis zum Molvenosee.

Hmmm…, das hört sich fett an dachte ich so im Stillen, doch nach Auffüllen des Wasservorrats und Jens zuversichtlichem Gesichtsausdruck, redete ich mir ein, dass es bestimmt zu schaffen ist und alles super wird.

Wir liefen einmal komplett um das ganze Massiv herum, (am Einstieg erwarteten uns drei endlose Leitern, die senkrecht in die Wand ragten), begleitet von kurzem Nieselregen, der dann wieder aufhörte und nach kleineren, kurzen Panikattacken ähnelnden Zuständen, die ich zum Glück immer wieder schnell in den Griff bekam (dank Jens, der beruhigend auf mich einredete) ging es weiter und weiter.

So auf 3.000 m hohen schmalen Pfaden trittsicher und hochkonzentriert zu sein erfordert schon eine Menge „Höhenangstfreiheit“ und Erfahrung. Ich dachte immer wieder, jetzt hinter der nächsten Kurve geht es runter, aber weit gefehlt, es zeigten sich immer mehr wundervolle, majestätische Bergkuppen um uns herum und der Klettersteig ging immer weiter und weiter direkt in den nächsten Berg hinein. Nichts zu sehen vom Ende der Tour, kein Wegweiser, nur rote Markierungen (immerhin) und noch mehr neue Klettersteige, die nach oben führten, statt nach unten.

Zwischendurch trafen wir zwei Bergsteiger und nachdem wir ihnen kurz unser Vorhaben schilderten, schüttelte der eine den Kopf und meinte, dass es bis Molveno sicher heute nicht mehr zu schaffen ist. Das machte mir ehrlich gesagt mehr Angst als dass mich Zuversicht übermannte, doch das nützte nicht viel, denn ein Zurück gab es nicht.

Dann endlich nach ca. 4,5 h ein Wegweiser (wieder durch Geröll und ein Schneefeld), wo draufstand, dass wir in 10 min. das „Refugio del Pedrotti“ erreichen. Fünf Minuten später wieder ein Hinweisschild, diesmal stand 30 Minuten drauf. Weit kann es also nicht mehr sein, das Ziel ist nah, also Zähne zusammenbeißen und mit den letzten verbleibenden Kräften weiterlaufen.

Ich habe es kaum noch geglaubt, aber nach dieser versprochenen halben Stunde sahen wir tatsächlich die Hütte, und ich war so überwältigt vor Glück, es geschafft zu haben, diese Tour erlebt und gespürt zu haben, dass mir die Tränen in die Augen schossen.

Dann verharrte ich noch kurz in Schockstarre, als wir auf dem Wegweiser vor der Hütte keinen Hinweis auf Molveno fanden. Hinter dem Haus waren dann aber noch weitere Wegweiser und da stand es endlich: Molveno 3 h.

Nach 9 h Bergtour hatten wir beide jedoch keine Energie mehr nach Molveno zu laufen, (die Herbergsmutter meinte auch, dass es etwas länger dauert), dann ins Auto zu steigen, um nochmal 2 h bis zum Gardasee, wo meine Schwiegereltern und unser Kind auf uns warteten, zu fahren.

Schnell war der Entschluss gefasst, noch eine Nacht hier zu bleiben und morgen mit neuen Kräften den Rückweg anzutreten.

Unser Dinner war unglaublich lecker, eigentlich nichts Besonderes (als Vorspeise Nudeln mit Tomatensauce, einem Schnitzel für mich als Hauptgericht, für Jens Polenta, und einem Schokopudding-Dessert als Nachtisch), aber nach einem Tag ohne nennenswerte Nahrung einfach phantastisch. Wir schlürften zwei halbe Liter Rotwein, das Einzige, was wir nach so einem Tag noch hinbekamen und waren komplett im Einklang mit dem Spruch an der Wand: „no Wi-Fi, ma buon vino“. Danach fielen wir quasi halbtot ins Bett, in der Hoffnung, dass kein weiterer Gast in unserem (diesmal 4-Bett Zimmer) übernachtet. Alles blieb ruhig.

Mit dem Klingeln unseres Weckers war die Nacht 6:00 Uhr vorbei. Wir sind sofort runter zum Frühstück, doch die Tür war noch verschlossen. Halb sieben gab‘s ein Brötchen, einen Pott Milchkaffee und 7:06 Uhr starteten wir nach Molveno. Meine Blase am Fuß begann jetzt mehr und mehr zu schmerzen und ich wünschte mir nichts sehnlicher, als endlich wieder in meine Flip Flops schlüpfen zu dürfen und die Wärme des Gardasees zu spüren.

 

Österreich und Italien – klassisch deutscher Urlaub?!

Nach dem wir im letzten Jahr eine Reise durch Island, Kanada und den USA gemacht haben, stand in diesem Jahr Österreich, Italien und Deutschland auf dem Plan – „klassisch“ also, könnte man sagen. Vor zwei Jahren haben wir eine ähnliche Tour auch schon mal gemacht (Sommer in Italien). Um das vorweg zu nehmen, die Tour in diesem Jahr, hat uns sehr viel mehr Spass gemacht, denn wir hatten einen Plan.

Anders als in anderen Teilen dieser Welt, sollte man in Europa in den Sommerferien nicht ohne Reservierungen unterwegs sein und zumindest auch grob darüber nachdenken und planen, wann und wie man die typischen Nadelöhre so befahren möchte (Stichwort Brenner Pass z.B.).

In diesem Jahr hatten wir für einen Großteil unserer Reise Buchungen vorgenommen – Sieben Tage Bauernhof in der Toskana, Hüttenübernachtung und Klettern in den Bergen rund um den Molvenosee und zwei Hüttenübernachtungen in Deutschland. Zeltplätze haben wir nicht im Vorfeld gebucht.

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