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Rundreisen in den USA – gut oder nicht gut?

Wir haben eine Rundreise durch den Westen der USA gemacht und waren ca. 5 Wochen unterwegs mit einem Camper. Im Schnitt blieben wir so 2-3 Tage an einem Ort – wobei es Phasen gab, an denen wir jeden Tag unterwegs waren und es gab Phasen, an denen wir 4-5 Tage an Orten blieben.

Insgesamt war das eine schöne Mischung und trotzdem kam mir der Gedanke, was hat man eigentlich von einer Rundreise? Rundreisen, also nie lange an einem Ort bleiben, erwecken den Eindruck, dass man „nicht wirklich“ Land und Leute kennenlernt. Man ist nicht lange genug an einem Platz um wirklich einzutauchen, sagt man, zu oberflächlich sind die Erfahrungen.

Natürlich lernt man Leute besser kennen, wenn man mit Ihnen mehrere Monate lebt, arbeitet, isst, spielt, liebt / streitet, aber wann hat man schon mal die Chance so was zu tun? Ich hatte 2006 die Chance, das zu tun – in meinem Auslandssemester in Mexiko, Colima.

Rundreise durch die USA

Die manchmal negativ betonte amerikanische Oberflächlichkeit ist auf einer Rundreise durch die USA sehr positiv. Es vergeht kein Tag an dem man nicht mindestens 10 Minuten mit irgendeinen Menschen spricht – wenn man möchte. Diese Gespräche fangen in der Regel mit Fakten an, wie 2o kommst du her? Wo gehst du hin? Was machst du wenn du keinen Urlaub machst? Es werden Tipps ausgetauscht, Empfehlungen gegeben und garnicht so selten wird zusammen gegessen.

 

Die konstruierte Ilusion Zeit

Das das Konstrukt Zeit eine konstruiierte Illusion des Menschen ist, wird einem in zwei Situationen ganz deutlich bewusst – wenn man warten muss – wenn Zeit also quasi nicht vergeht, und beim Jetleg bzw. „Zeitverschiebung“ – auch so ein schönes Wort. Jetleg heißt, wenn dein Kind freiwillig um 7 p.m. ins Bett geht.

Warten und die Zeit

Man ist schnell dabei warten als tote Zeit zu bezeichnen – was auch immer das bedeutet, aber man hat häufig das Gefühl, man könnte mit seiner Zeit etwas besseres anfangen.

Buddhisten kennen das Gefühl von toter Zeit nicht. Für sie ist jeder Moment wichtig und warten ist für Sie meditieren. Für alle anderen heißt warten vor allem Stress, obwohl ja eigentlich nichts passiert, stresst warten die meisten Menschen – warten am Flughafen, bei der Ein- und Ausreise, im Stau, sind Dinge, die viele Menschen als stressig bezeichnen würden.

Fremde Gegenden und Unterwegs-Stationen

Meiner Tochter habe ich es zu verdanken, dass ich manchmal an Orten lande, an denen ich nicht geplant hinfahren würde. Ich meine nicht Orte, die man generell meiden sollte, ich meine Orte, die eher „unterwegs“ liegen und denen ich – ohne meine Tochter – sehr wahrscheinlich vorbei fahren würde.

Was unterscheidet diese Orte von anderen Orten – sie werden „nicht geplant angefahren“ könnte man sagen. In der Regel kennt man diese Orte nicht, man findet Sie nur auf der Landkarte. Man halt dort an, um weiterfahren zu können. Auf unser Tour durch den Westen der USA (2019), gelangten wir auf diesem Weg nach Olancho, California.

Ein Ort mit einer Tankstelle und einem Campground – direkt am Highway 395, 189 Meilen von Los Angeles entfernt. Nach Süden gehts nach Los Angeles und nach Norden nach Salt Lake City. Nach Westen gehts ins Death Valley und im Osten geht es nirgendwo hin – da gibt es nur Berge. Fernfahrer, die aus Norden kommend auf den Weg nach LA sind, nutzen Olancho als Rast und ggf. Übernachtungs-Station.

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Auf den Spuren der Mongolen?

Wie bist du eigentlich auf Almaty und Kasachstan gekommen, das wurde ich nicht nur einmal gefragt.

Eigentlich wollten wir in den Iran, doch das ging nicht, da nicht alle meiner Kompagnons   “begeistert” davon waren, in den Iran zu fahren – aus verschiedenen Gründen – sage ich dann in der Regel als erstes. Weiterlesen

Gestern in Island, heute auf dem „Reiter- und Erlebnisbauernhof Groß Briesen“  

„Das grüßte Glück der Erde liegt auf dem Rücken der Pferde“ …. seit meiner Kindheit begleitet mich die Liebe zu Pferden und lässt mich bis heute los.

Vor zwei Jahren waren wir im Urlaub auf Island. Neben dem Genießen der faszinierenden Landschaften stand auch ein Reitausflug auf den kleinen, süßen Islandponys auf unserer Agenda.

Tanja und ich waren so begeistert von den sanftmütigen, extrem bequem zu sitzenden Vierbeinern, dass wir uns gleich nach der Rückkehr im Internet einen Island-Ponyhof in der Nähe von Berlin suchten. So ging es in den Oktoberferien das erste Mal auf den „Reiter- und Erlebnisbauernhof Groß Briesen“.  Weiterlesen

Die spätkaiserliche Zeit und die Spätantike – Das alte Rom

Nach dem Ende der Severische Dynastie, die von 193-235 n.Chr. dauerte, folgte die große Krise des 3. Jahrhunderts. Dieses Jahrhundert war geprägt von zahlreichen Usurpationen und Bürgerkriegen. Die Soldatenkaiser sahen sich dem Ansturm der Germanen an Rhein und Donau ausgesetzt, während das Reich im Osten, besonders die Provinzen Syrien und Kleinasien, gegen Ardaschir aus der Dynastie der Sassaniden des Neupersischen Reiches zu verteidigen war. Dem ständig wachsenden Druck auf alle Grenzen des römischen Reiches war die römische Abwehr nicht gewachsen. Dies endete Mitte des 3. Jahrhunderts in einer tiefen Krise, in der das Reich kurz vor dem Untergang stand. Dieser erreichte Tiefpunkt fällt unter die Herrschaft von Kaiser Gallienus (253-268 n.Chr).

Auf die Grenzen des ganzen römischen Reiches wurden Angriffe ausgeübt, Plünderungszüge wurden veranstaltet, und es ist allein der „Unkoordiniertheit“ der Gegner zu verdanken, dass das römische Reich nicht zerstört wurde. „Schlimmer jedoch als die territorialen Verluste waren die Verwüstungen, der Raubbau an den Ressourcen und der Zusammenbruch des Währungssystems.“ Dies betraf jedoch nicht alle Teile des Reiches gleichermaßen. Dennoch führte die Krise des 3. Jahrhunderts zu zahlreichen Veränderungen.

Die Spätantike

Der Übergang in die Spätantike vollzog sich 284 mit Diokletian (285-305 n.Chr). Wie seine Vorgänger sah er sich vor eine Menge ungeklärter Probleme gestellt, die er zu lösen versuchte. Nach seiner Kaisererhebung stellte er schnell fest, dass es grundlegender Veränderungen bedurfte, um ein Reich dieser Größe zu regieren. Damit begann eine Zeit des Umbruchs und der Transformation.

„Die Grenzen mussten gesichert, das Kaisertum wieder zum Garanten der inneren Stabilität gemacht, das Steuer- und Abgabensystem reformiert, die Währung wieder auf eine feste Grundlage gestellt und eine Antwort auf die religiöse Herausforderung gefunden werden.“

Um seine Herrschaft zu festigen und den Verlust der Reichseinheit zu umgehen, schuf Diokletian das Kaiserkollegium, die so genannte Tetrarchie, welche sich aus zwei Augusti (Diokletian und Maximian) und den Caesares (Galerius und Konstantius) zusammensetzte.

Diokletian erkannte nicht nur die Notwendigkeit der Arbeitsteilung, sondern reformierte auch das Verwaltungswesen, welches er in einen zivilen (Dignitas) und einen militärischen (Militia) Sektor teilte. Eine effizientere, staatliche Verwaltung sollte durch die Teilung der Provinzen und die Einführung von Diözesen und Präfekturen begünstigt werden. Gleichzeitig sollte eine örtliche Machtzusammenballung verhindert[12] werden und eine Kontrollfunktion geschaffen werden.

Weiterhin systematisierte er das Abgabensystem, schaffte frühere Steuerarten ab und versuchte durch zwei Münzreformen die zerrüttete Währung zu festigen. Ein weiterer Versuch der wirtschaftlichen Stabilisierung war sein Höchstpreisedikt. Ferner versuchte er das Reich durch eine zentrale Kulturpolitik und eine sakrale Zementierung seiner Herrschaft (Beinname „Iovius“), zusätzlich zu einen. Dies führte zu schweren Christenverfolgungen, da Diokletian von der Unvereinbarkeit von Christentum und römischer Lebensordnung überzeugt war.

Die entscheidende Wende kam erst mit Kaiser Constantin, der 312 n.Chr die Herrschaft über den gesamten Westen gewann. Er verhalf dem Christentum zu einer gleichberechtigten Stellung gegenüber den anderen Religionen, wenn nicht sogar zu einer Begünstigung. Mit diesem ‚Bündnis’ zwischen Kaiser und Kirche bezweckte Constantin eine Festigung seiner Herrschaft und des Staates.

Die Gründung Konstantinopels, als zweite Hauptstadt neben Rom, fällt ebenfalls in die Regierungszeit Konstantins. Nach seinem Tod kam es zu Bruderkämpfen, bis Constantius II 353 n.Chr die Alleinherrschaft erlangte.[17] Im Jahre 361 folgte Julian Apostata (361-363 n.Chr) auf den Thron und unter seiner Herrschaft kam es zu einem letzten Versuch, das Heidentum wiedereinzuführen.

Es gelang Julian gegen die Korruption vorzugehen. So verbesserte er z.B. das Verwaltungswesen, förderte Städte sowie Finanz- und Postwesen, beschäftigte sich mit dem Justizwesen als auch mit dem Bildungswesen. Durch ihn erhielt der Staat die Möglichkeit, auf Bildungseinrichtungen Einfluss auszuüben. Bedeutung errang auch die Bibliothek, der er seine Privatbibliothek stiftete und repräsentative Räumlichkeiten bauen ließ. Nach seinem Tod erfolgte eine Reichsteilung, da es unmöglich geworden war, ein Herrschaftsgebiet dieser Größe allein zu regieren.

Erst mit Theodosius (379-395 n.Chr), der letzte Alleinherrscher des Imperiums, wurde das Reich wieder vereinigt. In die Zeit seiner Herrschaft fällt auch die Einführung des Christentums als Staatsreligion, welche sicherlich eine stabilisierende Wirkung hatte. Theodosius erkannte ebenfalls die Korruption des Verwaltungsapparates und versuchte dagegen vorzugehen. Er deckte die Machenschaften römischer Beamten auf und zog sie zur Verantwortung. Diese Versuche waren allerdings nur von mäßigem Erfolg gekrönt und Theodosius selbst fiel 375 einer Palastintrige zum Opfer. Nach seinem Tod 395 teilten seine Söhne das Reich endgültig. Honorius regierte im Westen und Arcadius im Osten, allerdings blieb die Idee der Reichseinheit bestehen, da die jeweiligen Gesetzte des einen Herrschers immer auch im Machtbereich des Anderen galten.

Die Spätantike war geprägt von Reformen und Reformversuchen seitens der römischen Kaiser. Sie erkannten, dass Korruption ein schwer wiegendes Problem darstellt was sich vor allem in den Provinzen wieder spiegelte und dem römischen Reich schadete. Besonders die Verwaltung des gewaltigen, römischen Reiches sollte effizienter gemacht werden. Rom ließ sich immer schwerer regieren und es kam zu unglaublichen Misswirtschaften, vor allem in den weit entfernten Provinzen. Die Verwaltungsreformen des Diokletian und der „codex Theodosius“ belegen, dass sich der Grossteil der Probleme auf die Provinzen des Reiches konzentrierte. Belege dafür liefern die spätantiken Rechtssammlungen (codices) in denen viele Gesetze vom römischen Kaiser persönlich erlassen wurden, welche ausschließlich für die Provinzen gelten sollten. Im „codex Theodosianus“ befasst sich fast jedes dritte Gesetz mit den Amtsvergehen von Beamten.

Anglizismen – Pro und Contra!

„Die meisten modernen Anglizismen oder Anglo-Amerikanismen, sind Internationalismen“ (Polenz 1999: 402). Gemeint ist, dass die meisten der gängigen Anglizismen nicht auf das Deutsche begrenzt, sondern vielmehr auf der ganzen Welt anzutreffen sind. Der Schrei nach sprachliche Regulierung in Deutschland scheint demnach nutzlos, da Anglizismen global betrachtet werden müssen.

„Das Anglizismen- Problem in einem nationalen Kraftakt anzugehen führt am Kern der Sache vorbei: Die Entwicklung des Englischen auf internationaler Ebene.“ (Lange 2003: 80). Ein Beispiel für Internationalismen ist dt. Tourismus, engl. tourism, frz. tourisme, ndl. toerisme, dän. turisme, schwed. turism, ital., span. turismo, tschech. turistika usw. (vgl. Polenz 1999: 399f).

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