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US-Reisemagazin AFAR – Übernachten in einer Jurte

Geborgen wie im Mutterleib, so fühlen sich mongolische Nomaden in ihrer „Ger“, vielen besser als Jurte bekannt. Wer bei mongolischen Familien übernachtet, lässt sich ein auf großartige Gastfreundschaft in einer Ein-Zimmer-Unterkunft, einen Schlafplatz auf dem Boden und auf fermentierte Stutenmilch, schreibt AFAR – das neue Reisemagazin in seiner ersten Ausgabe.

„Unsere Ger kann auf einem Feld stehen, auf einem Hügel, sogar auf Felsen“, erzählt der 40-jährige Nomade Atardeej der AFAR-Autorin Kelli Schmitt. „Wir können auf jeder Art von Land leben.“

Die runden, weißen Jurten sind die traditionellen Wohnstätten der nomadischen Mongolen. Sie können innerhalb von zwei Stunden zusammengebaut werden. Die Seile, die ihre Stoffbahnen mit dem Holzrahmen verbinden, lassen die Ger wie ein eng verschnürtes Geschenk erscheinen. Innen stehen Liegen mit Orientteppichen, Kommoden, eine Anrichte.

In der Mitte sorgt ein Holzofen für Wärme, das Ofenrohr pustet den Rauch aus der offenen Luke im Dach. Geschlafen wird auf dem Fußboden. Kilometerlange goldene Felder, ein paar grasende Ziegen und ab und zu eine Ger, so beschreibt die Autorin die Reise durch die mongolische Grassavanne, die sie mit Tseren Tours angetreten hat.

Ab 70 US-Dollar pro Person und Tag bietet der Veranstalter aus Ulan-Bator einen ortskundigen Reiseführer und Fahrer. In dem am dünnsten besiedelten Land der Welt – hier teilen sich zwei Einwohner einen Quadratkilometer – wird die Gastfreundschaft groß geschrieben. „Jede Familie, bei der wir übernachteten, weigerte sich, Geld anzunehmen“, schreibt Kelli Schmitt. „Also gaben wir ihnen kleine Geschenke, die wir vorher gekauft hatten.“

Nomadenunterkünfte rund um den Globus gibt es u. a. auch in Cumbria, England, nahe Malaga in Andalusien, in Chile, Mexiko und Neuseeland. AFAR – das neue Reisemagazin ist die deutschsprachige Edition des Reisemagazins AFAR, die in Lizenz der AFAR Media, San Francisco erscheint. Die Zeitschrift wird vierteljährlich in Deutschland, Österreich und der Schweiz publiziert. Chefredakteur der deutschsprachigen AFAR ist Wolfgang Koser. Die erste Ausgabe erscheint mit einer Druckauflage von 50.000 Exemplaren und ist zum Preis von 7,90 Euro im Handel erhältlich.

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