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New York City im Sommer

Jens kippt uns in Jersey ab, im Holländer-Viertel, beschaulich und entspannt geht es hier zu. Wir beziehen ein nettes Zimmer (über AirBnB gebucht) mit 2 Betten, einer Küchenzeile mit Kaffeemaschine, Microwave und einem Bad.

Tanja und ich machen es uns gemütlich, vorher räumen wir noch das Auto leer, weil Jens es gleich nach Queens fährt und abgibt. Wir verabreden uns zu sechs am Times Square auf der Treppe. Tanja und ich nehmen den Bus direkt vor unserer Tür (es steht New York, 42 th street, 8th to 7th dran) und fahren durch den Lincoln Tunnel direkt nach New York City rüber.

Hölle und Menschen sind hier unterwegs und Tanja läuft staunend mit offenen Augen und Ohren durch die Stadt. Am Times Square angekommen hole ich ein Eis für satte $ 11. Dann entscheide ich, Gullivers Gate zu besuchen, ein Miniature-Museum, wo die ganze Welt in klein zu erfahren und erleben ist, im wahrsten Sinne des Wortes, da es am Eingang Schlüssel gibt, welche wir dann in die angebrachten Schlösser rings um die Miniwelt stecken können und alles interaktiv erkunden dürfen. Ein super Spaß für jung und alt und sehr informativ.

Danach gehen wir zur „Times-Square-Treppe“ und kurz darauf kommt Jens uns entgegen. Wir laufen ein bisschen den Times Square hoch, über einen Park, wo Live-Musik spielt und Hula Hoops auf der Wiese liegen (Tanja und ich schnappen uns gleich einen und zeigen ein paar Kunststückchen).
Jetzt laufen wir noch bis zur 5th Av., wo allerdings viel zu viele Menschen rum laufen und wir beschließen, schnell unseren Bus nach New Jersey zu finden. Was als „schnell mal finden“angedacht war, entpuppte sich rasch als kleines Abenteuer. Im Busterminal werden wir nach längerem Suchen in der „Unterwelt“ fündig, müssen eine schmale Treppe wieder hochsteigen, um an einer Schranke in einer Schlange anzustehen. Irgendwie gruselig hier, kalt, dunkel und muchtig und so richtig wissen wir noch nicht, ob es der richtige Bus ist, der uns wieder auf die andere zu unserer Unterkunft bringt. Dann kommt der 165 ziger, es ist zwar der Richtige, aber wir können doch keine Tickets im Bus kaufen (obwohl uns vorher eine Einheimische, die ich dazu befragte, bestätigte, dass es geht) und so drängeln wir uns zurück durch den schmalen Gang, die Treppe wieder runter zum NJ Transit Ticket Automaten. Das klingt vielversprechend und nun folgt Rätsel raten, welche Tarifzone wir kaufen müssen, es gibt die Auswahl 1-5. Wir entscheiden uns für 3, die goldene Mitte und laufen wieder hoch zum Bus. Der 165 ziger ist schon weg, aber kurze Zeit später kommt der 166 ziger, mit dem wir auch fahren können, laut Angaben eines Einheimischen. Die Hoffnung stirbt zuletzt, also rein in den Bus und los gehts. Nun folgt noch die große Herausforderung, ob wir in der Dunkelheit erkennen, wo wir aussteigen müssen, aber auch dieses Problem wird mit Google Maps gelöst. Angekommen und happy, unser Nachtlager gefunden zu haben, wird unser Kindlein schnell ins Bettchen geworfen (es ist mittlerweile um zehn),  und wir setzen uns noch mit Wein und Bier in die wohlige Sommerwärme vor der Tür.

Wir beschließen, die nächste Tour nach N.Y.C. mit der Fähre zu unternehmen, da diese Busaction doch ganz schön anstrengend ist. Die Hintour klappt am folgenden Tag ganz gut, bei der Rücktour müssen wir uns allerdings wieder mal auf große Herausforderungen und Abenteuer einstellen. Wir suchen Pier 11, denn von dort soll unsere Fähre zum Port Imperial nach New Jersey zurück fahren. Wir steigen ein und fahren zwar auf die andere Seite, allerdings biegt das Schiffchen nach dem ersten Halt nach Norden ab. Hmmm, leider die falsche Richtung, denken wir noch, warten aber ab und steigen erst beim nächsten Halt aus, als kein Passagier mehr an Bord ist und der Mann, der unsere Fahrkarten abgerissen hat, uns auffordert auszusteigen.

Wir gucken ihn etwas verwirrt an, Jens fragt ihn, ob er die Fahrkarten von uns noch hat, denn da steht doch Port Imperial drauf. Er schüttelt den Kopf und gibt uns zu verstehen, dass er da nicht wirklich rauf geschaut hätte, bietet uns aber netterweise an, dass wir wieder mit zurück fahren dürfen und hinterlässt auf meinem Handy folgenden Text:

Tom/Frank kindly let these passengers (2 adults & a child) ride your boat. They jumped on the Lib Hbr boat and I already ripped their tickets off. Thanks – Vic Lizardo.

Wir fahren also wieder nach New York City zum Pier 11, stellen uns (nachdem wir alle Pierwärter über Vic kennen gelernt haben) in die Schlange nach Port Imperial/Wehocken und hoffen, dass wir mit dem Text von Vic, dem Kassenzettel der bereits gezahlten Tickets und der Hilfe der Piergestalten ins richtige Boot steigen. Alles klappt letztendlich doch (obwohl sich beim Einsteigen wieder keiner so richtig erinnert) und wir kommen an unserem „Heimathafen“ wohlbehalten an. Wir laufen nach der Empfehlung unseres Herbergsvaters zum puertorikanischen Restaurant „Isla Bonita“ und bestellen sechs Vorspeisen und eine Brause für Tanja.

Bier darf Jens vom Liquid Store nebenan besorgen und es hier verzehren. Das alles kostet uns $ 17 und wir sind pappesatt. Ab nach Hause!

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