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Eine kurze Geschichte der Alien- Invasionsfilme

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In den neunziger Jahren kam es zu einer Renaissance des Filmgenres Alien-Invasionsfilme. Durch Filme wie Independence Day erlebte das Genre einen Aufschwung.

Die Geschichte der Alien-Invasionsfilme beginnt in den 50er Jahren in den USA. Das „Schreckensgespenst des Kommunismus“ ging um und wurde u.a. in den Weltraum projiziert. Die Russen waren zu dieser Zeit technisch überlegen und der Eroberung des Weltraumes weit näher als die Amerikaner.

Die Angst vor einer übermächtigen technologischen Macht projizierte sich in den Kampf mit Aliens um die Vorherrschaft auf den Planeten. Es kam zu einer Verschiebung aktuell politischer Themen in den Weltraum. Ein Zitat von Phil Hardy aus seinem Buch Science-Fiction Filmenzyklopädie beschreibt dies sehr eindrucksvoll:

„Die fünfziger Jahre waren eine Periode, in denen Ängste, Paranoia und Selbstgefälligkeit Hand in Hand gingen. An der Schwelle zum Raumflug hatte der Mensch eine Macht entdeckt und benutzt, die so erschreckend war, daß man damit die ganze menschliche Rasse auslöschen konnte. Die Welt, die man gerade erst im Zeichen der Demokratie gerettet zu haben glaubte, war einmal mehr, diesmal durch den Eisernen Vorhang, in zwei Teile gespalten, und die Angst vor einer Unterwanderung Amerikas wurde zu einer beherrschenden Furcht. Diese Ängste wurden zu einer beherrschenden Furcht. Diese Ängste wurden im Science-Fiction-Genre auf unterschiedlichste Weise artikuliert und untersucht.“ (Koch 2002: 53)

Das Selbstverständnis der Amerikaner das auserwählte Volk zu sein wurde stark getrübt, als in den fünfziger Jahren eine Gegenmacht auftauchte, die komplett gegen amerikanischen Werte propagierte und offen zum Kampf gegen die USA aufrief.

In den USA selbst schuf dies eine starke Angst, vor allem auch vor Infiltration von Innen. Die Paranoia stieg ins unermessliche und wurde zu einem festen Bestandteil amerikanischer Kultur. Dies spiegelte sich auch im amerikanischen Film nieder und schuf mit den Alien-Invasionsfilmen ein ganz neues Genre, indem diese Fassetten amerikanischer Angst kompensiert werden konnten.

Die Alien-Invasionsfilme der fünfziger Jahre sind also als ein Produkt des Kalten Krieges anzusehen, in welchen es zu einer Verarbeitung real existierender Gegenwartspolitik kam.

Die Alien-Invasionsfilme boten einen erfolgreichen Abstand zu Gegenwartspolitik. Vor allem weil es am Ende immer gut für die Menschheit (Amerikaner) ausging, zeigten diese Filme Auswege, wie man technisch hoch überlegende Gegner (Feinde) schlagen konnte.

Alien-Invasionsfilme hatte im paranoiden kulturellen Umfeld des Kalten Krieges einen guten Nährboden und wurden zum Kultobjekt. Im Laufe der Jahre entwickelte sich das Genre weiter und wurde beliebter und beliebter, bis diese dann in den neunziger Jahren auch seinen finanziellen Höhepunkt mit Filmen wie Men in Black und schließlich Independence Day hatte.

Die Renaissance der Alien-Invasionsfilme

Zu einer Renaissance dieses Film Genre kam es in den neunziger Jahren. Mit immensen Budget und auch finanziellen Erfolg verknüpft eroberten Alien-Invasionsfilme die Filmwelt von Neuen. Ein interessanter Aspekt ist, dass Alien-Invasionsfilme als Genre zu einer Zeit wiederkam, in der eine Projizierung eines Feindbildes in den Weltraum denkbar schwierig war, da es kein omnipotentes Feindbild, wie es im Kalten Krieg existierte, mehr gab.

Nach den Katastrophenfilmen der siebziger Jahre, wo vor allem die Angst vor Flugzeugabstürze medial verarbeitet wurde, kam es zu eine neuen Welle von Krieg der Welten die seines gleichen suchte.

Die Anlehnung an die Klassiker dieses Genres sind unverkennbar und beabsichtigt, allerdings kam diese neue Generation von Filmen in einer ganz anderen Aufmachung daher und als wichtigste in einer bisher noch nicht erlebten diabolischen Machart. Während in den Klassikern noch die Gesellschaft in Gefahr schien, wobei vor allem die amerikanische Gesellschaft gemeint war, ist es nun der ganze Planet um den es zu kämpfen gilt.

Nach dem Ende des Kalten Krieges blieb eine gewisse Illusion vom Ende der Geschichte. Das amerikanische Volg sehnte sich nach einem Feindbild (so sagt man, natürlich sehnt sich niemand danach…) und sehnte sich weiterhin geradezu die Welt wieder retten zu dürfen. Emmerich gab den Amerikanern das, was sie sehen und hören wollten und hatte damit Erfolg. Dazu integrierte er alle Teile der amerikanischen Bevölkerung in die Geschichte und schuf in Amerika wieder den Gedanken – wie sind die Macht.

Die Veränderung des Feindbildes nach dem Kalten Krieg

Nach dem Kalten Krieg kam es nun zu einer Veränderung im politischen Denken der amerikanischen Kultur. Dazu ist zu sagen, dass Amerika für eine bestimmte Zeit ein Feindbild fehlte und Ihnen dies nicht bekommen ist. Ein gutes Indiz ist z.B. die Wahl von Bill Clinton in das Amt des Präsidenten der USA – einen Pazifisten. Das Feindbild war nicht mehr da und das spielte sich ganz klar auch in der politischen Kultur Amerikas in dieser Zeit wieder. Der Präsident viel mehr durch Affären auf, als durch weltpolitische Geschehen.

Spätestens seit dem 11.09.01 gibt es wieder ein amerikanisches Feindbild, was sich auch sehr deutlich in der Qualität der Politik in den USA zeigt und vor allem auch in der Berichterstattung.

So, nun wurde so viel über Independence Day gesprochen, wer nun Lust hat, sich den Film auch anzuschauen, oder sich vom Gegenteil überzeugen möchte, kann die Filme unter folgenden Links kaufen:

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