Weltreise
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Der Westen hat uns wieder

Von Kuala Lumpur sind wir nach Melbourne geflogen – beides große Städte, was allerdings das Einzige ist, was Sie verbindet.

Australien – der Westen im Fernen Osten

Australien ist eine andere Welt – der Westen. Autos halten wirklich an Zebrastreifen, was in der Tat eine Umstellung für uns war. Generell ist der Verkehr sehr viel sortierter, was beim Autofahren Herzentfakte vermeidet.

Was einem fast ein wenig fehlt ist die touristische Infrastruktur. In Asien fühlt man sich immer sehr „weich gebettet“. Alle wollen alles für Dich in Bewegung setzten.

Der Gedanke kam mir, als wir im Ibis Budget Hotel Melbourne eincheckten. Ich hatte ein paar Fragen und der Rezeptionist war in kleinster Weise unfreundlich, sondern vertraut reserviert. Meine Probleme oder Wünsche sind nicht seine, das war klar zu erkennen.
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Wir mussten zu einen bestimmten Ort kommen – um unseren CamperVan abzuholen – in Asien hätte ich zuhören bekommen, „ich fahr dich da hin“. Im Westen darf man das nicht mal – Personenbeförderungsgesetze – und so ist dies, für den Studenten an der Rezeption, keine Option.

Du bist im Westen mehr auf Dich gestellt, was Vorteile und Nachteile hat – auf jeden Fall erstmal gewöhnungsbedürftig für uns war.

Spätestens als wir Melbourne verlassen hatten und in die Natur Australiens eingedrungen sind, spielte das keine Rolle mehr. Was Australien ausmacht ist vor allem die atemberaubende Landschaft. Ich hätte nie gedacht das mal zu sagen btw.

Man hat hier wirklich noch das Gefühl durch „Natur“ zu fahren und „Natur“ zu erleben. Auch diese ist vom Menschen kontrolliert (Nationalparks), aber eher in einem konservierenden Sinne, als in einem kultivierenden.

Man muss nicht lange suchen, um Tiere in ihren natürlichen Habitaten zu erleben. Koalas, Kängurus, Pinguine, Wildpferde, Gänse, Hasen, Papageien und eine Million andere Tiere teilen sich quasi den Lebensraum mit dem Menschen.

Der Abenteurer Tim Cope aus Australien wäre hier zwar anderer Meinung, allerdings haben Ihm seine Wege auch an den Rande der Zivilisation (und darüber hinaus) gebracht…
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Ich habe mich selbst dabei ertappt, mit welcher Faszination ich Tiere beobachten und ihnen zusehen kann mit dem Wissen, dass Sie frei leben.

Ich musste daran denken, warum ich die Institution Zoo nicht mag. Man sieht das, was der Mensch zutiefst verabscheut – Unfreiheit.

Ich kann aber auch verstehen, dass die Institution Zoo bei seiner Einführung (ich tippe jetzt mal auf das frühe 19. Jahrhundert) eine wirkliche Attraktion in jeder Stadt war. In vom Menschen kultivierten Gebieten (Städte, Landwirtschaft etc.) wachsen ganze Generationen auf, ohne je Tiere in Freiheit erlebt zu haben, so waren Tiere hinter Gittern aus allerlei Ländern eine wirkliche Attraktion.

Vielleicht ist das genau das, was die Faszination des Menschen an der Natur ausmacht – die Freiheit.

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