Berlin
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Tanz mit dem Fahrkartenautomaten – 2. Teil

So…wir haben Sommer in der Stadt Berlin, in der angeblichen Metropole Berlin und mein Kampf, man kann es auch Tanz nennen, mit den Fahrkartenautomaten der BVG geht weiter.

Aber der Reihe nach: Berliner U-und S-Bahnen sind im Sommer in der Regel eh schon sehr verstopft. Das liegt vor allem daran, dass sehr viele Touristen die wunderschöne „Spree-Metropole“ Berlin mit ihrer Anwesenheit beehren.

Jetzt stelle man sich vor, dass die Hälfte der S-Bahnen in Berlin genau in diesem Zeitraum einfach nicht fahren… warum genau, wissen allein die Verantwortlichen. Darüber hinaus wird an wichtigen, hoch frequentierten U-Bahnlinien gebaut, natürlich von Mai – September, was ohne Zweifel die beste Zeit für einen längeren Umbau darstellt. Im Übrigen haben Straßenbahnen und Busse eh kaum noch eine Chance voranzukommen, wenn sie denn fahren, da an allen wichtigen Verkehrsknotenpunkten der Stadt, die Straßen aufgerissen sind.

So und nun kommen wir zum Tanz: Man stelle sich also nun vor, man betritt nun einen U- Bahnsteig, im Sommer, in Berlin, überfüllt, die U-Bahn fährt nur auf einem Gleis, es ist heiß und Baulärm umwabert deine noch müden Ohren. Eine deutsche und eine englische Avatar Stimme geben gleichzeitig genaue Anweisungen, wie man sich bei Bauarbeiten und Pendelverkehr verhalten muss und man braucht, natürlich, eine Fahrkarte.

In der Regel passiert meist schon folgendes, die erste Bahn verpasst man direkt vor seiner Nase. Das ist ausnahmsweise mal kein Vorwurf, dem man der BVG machen kann, aber warum das so ist, bleibt wohl ebenfalls verborgen. Ich nehme das immer gemäß Murphys Law – alle Möglichkeiten die es gibt können auch eintreten.

Zurück zur Fahrkarte: 4 min am überfüllten Fahrkartenautomaten gewartet (2 Automaten für gefühlt 200 Fahrgäste), die nächste Bahn fährt bereits ein, endlich an der Reihe, Einzelfahrschein ausgewählt, Kleingeld gezückt (Mensch lernt ja aus Fehlern), was passiert, Kleingeld Schlitz funktioniert nicht – da kann man machen was man will.

Also EC Karte gezuckt (Geldscheine dauern mindestens 4 Bahnen), kann man wenden wie man will, funktioniert nicht, die Bahn fährt los, die Meute hinter-einen wird unruhig. Die Hälfte sprintet bereits zum nächsten Automaten, denn auch sie kennen das Spiel, 4 Minuten um Fahrkarten zu kaufen sind äußerst knapp…

Ich spiele das Spiel mit, stelle mich vom Neuem an und lege mir im Kopf bereits meine Strategie zurecht, wie ich es wohl am Schlausten anstelle. Die nächste Bahn kommt in drei Minuten, ich rechne schon nicht mehr damit diese nehmen zu wollen, meine Bahn wird die Übernächste sein…

Hoffnung keimt auf, dass diese Zielsetzung einzuhalten, möglich scheint. Die Bahn fährt ab und ich bin glücklicher Besitzer von nun gleich acht Fahrkarten. Meine Bahn kommt in 4 Minuten, jetzt kann nichts mehr Schiefgehen. Ich krame gemütlich mein Buch hervor und warte geduldig auf meine Bahn.

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2 Kommentare

  1. Mein Freund, vielleicht kann ich Dir ja zwei Tipps geben, wie du in Zukunft gar nicht erst in solch einen Schlamassel gerätst.
    1. kauf Dir nen Monatsticket
    2. steh früher auf und geh früher los und plane verdammte Axt die Stunde am Fahrkartenautomaten ein. Ich meine, du bist doch nun schon seit fast 30 Jahren ein eingefleischter Berliner, der das allgemeine Sommerchaos kennen müsste…
    Ich glaube aber das da eigentlich nur der, vorher nicht angekündigte dritte Tipp hilft:

    FAHR MIT DEM AUTO!!!

    🙂 Greetz

  2. admin sagt

    Ich werde auf dein Kommentar in einem Folge-Artikel genauer eingehen 😉

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