Marokko
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Marrakech, der Atlas und Ouzoud – 6 Tage Marokko

Nach Pandemie-bedingter Pause haben wir uns entschlossen, in diesem Jahr wieder eine Reise zu unternehmen. Wir sind Jan, Stefan, Martin und Jurek und wir haben uns Marokko als Reiseziel ausgesucht.

Unsere letzte Reise ging 2019 nach Kasachstan und in diesem Jahr sollte es nun Afrika werden – Marokko. Viel recherchiert haben wir im Vorfeld nicht – über den Atlas sollte es gehen und Startpunkt war Marrakech.

Der Plan

Von Dienstag bis Sonntag ging es nach Marokko. Ein Auto wollten wir uns Vorort mieten. Wir kamen spät Abends / in der Nacht in Marrakech an, bestiegen ein Taxi und ließen uns zum Hotel fahren. Am nächsten Tag wollten wir uns Marrakech anschauen, uns dann ein Auto mieten und in das Atlas Gebirge fahren. Am Sonntag wollten wir zurück und direkt zum Flughafen – unser Flug ging am Nachmittag.

Marrakech

Marrakech ist eine verhältnismäßig kleine Stadt und ist maximal auf Tourismus ausgelegt. Das merkt man nicht nur an den Strömen von Touristen, sondern auch an den Leuten, die in Marrakech wohnen, die sich darauf eingestellt haben. Das bedeutet, dass man viele Leute trifft, die einen „den Weg zeigen wollen“ und dann entsprechend entlohnt werden wollen. Außerdem sagen Sie gern, Strassen sind gesperrt, „Ihr müsst da lang gehen“ und dann wollen Sie Geld dafür. Hier muss man aufpassen nicht in brenzliche Situationen zu gelangen.

Mehr gibt es meiner Meinung nach auch nicht zu Marrakech zu sagen – viel exploratives herumlaufen hat uns vor allem zu Märkten geführt, die einen alles anbieten, was man nicht gebrauchen kann. Schön an zuschauen ist es teilweise dennoch. Sehr gut gegessen haben wir in einer „roof top bar“ – am zweiten Abend hier: Rooftop Dardar Restaurant. Sehr leckeres Essen und es wird Alkohol serviert (Preise für Essen sind okay, für Alkohol entsprechend teuer für ein muslimisches Land – Bier ab € 7,-).

Von Marrakech über den Atlas

In Marrakech haben wir uns ein Auto geliehen. Es macht durchaus Sinn, sich ein Auto bereits in Deutschland zu leihen, dann vermeidet Ihr zu hören, dass ist das letzte Auto was wir haben und leider auch das Teuerste. Dafür war es auch wirklich ein sehr cooles Auto – 4×4 mit allem drum und dran und neu – zu fünft war ein großes Auto auch notwendig und es hat sich bezahlt gemacht auf unserer Reise.

Am ersten Tag wollten wir nach „Ait Benhaddou“ gelangen – eine Lehmstadt bekannt für endlose Filme, die hier gedreht wurden (Gladiator, Prince of Persia und viele mehr). Die Tour über den Atlas war relativ unspektakulär – viele Baustellen, da hier massiv für den Touristenverkehr ausgebaut wird. An einigen Anlaufstellen gab es sehr schöne Aussichten zu geniessen, mit lecker Kaffee und Pfefferminztee. „Ait Benhaddou“ haben wir am frühen Abend erreicht (Reine Fahrtzeit von Marrakech ca. 2.5h). Das schöne daran, an einem Touristen Hotspot am Abend anzukommen ist, dass die Stadt leer ist und wir könnten die Stadt inklusive einen umliegenden Hügel für uns allein erkunden.

Über die alte Atlas Strasse nach Ouzoud

Nach einem guten Frühstück und nach dem wir die Stadt besucht haben, ging es wieder über den Atlas – Richtung Ouzoud, um die Wasserfälle zu besuchen. Es ging einmal quer über den „Hohen Atlas“, auf der alten Passstrasse, nur für 4×4 geeignet. Die reine Fahrtzeit war mit ca. 5.5h angesetzt und wir hatten noch nicht entschieden, ob wir die gesamte Strecke fahren wollten.

Die erste Station war Ouarzazate, eine sehr schöne kleine Stadt am Fuße des Atlas Gebirges. Ouarzazate ist eine Partnerstadt von Hollywood. Viele Filme wurden hier gedreht und eine ganze Modellstädte, Festungen und Belagerungsmaschinen wurden aufgebaut. Mit einem 4×4 kann man diese hervorragend von der Strasse aus besichtigen und ein Stück in die Wüste (Steinwüste) rein fahren, um sie hautnah zu erleben.

Weiter ging es mehrer Kilometer entlang auf einer einsamen Strasse bis zum Fuße des Gebirges – mit atemberaubenden Aussichten. Die Passstrasse war, wie angekündigt, nicht immer gut befestigt und sehr schmal, Fahrspass pur also. Stunden sind wir so durch das Gebirge gefahren, viele abgeschiedene Dörfer auf unserem Weg – hoch und runter , und serpentin. Wenn die erste Tour noch sehr touristisch war, mit vielen Kaffees am Strassenrand und an den entsprechenden Highlights, gab es auf dieser Tour Nichts und man war quasi allein.

Am anderen Ende hat uns das Gebirge dann irgendwann rausgelassen und wir sind durch mehrere kleinere und größere Städte gefahren und am Abend in Ouzoud angekommen.

Die Wasserfälle von Ouzoud

Ouzoud sollte unser letzter Stop der Reise werden. Wir sind Freitag Abend angekommen und wollten Sonntag früh direkt zum Flughafen in Marrakech durchfahren (ca. 2.5h Fahrt). Wer Wasserfälle kennt, wird keine große Überraschung erleben. Die Wasserfälle sind ganz okay und fallen immerhin aus 110m Höhe in die Tiefe.

Sehr schön ist eine Wanderung vom Wasserfall runter, am Fluss entlang bis zu eine Höhle. Mit ein bisschen Glück kann man freilebende Berberaffen sehen. Wir haben unsere Wanderung noch ein wenig ausgeweitet und sind in ein Berberdorf gewandert und, wie man es aus europäischen Filmen her kennt, waren wir eine Attraktion, die von den Kindern des Dorfes in Form einer Traube hinter uns hergehend, beantwortet wurde.

Um den Kontrast perfekt zu machen sind wir an einem 5 Sterne Hotel rausgekommen, wo wir gegessen und getrunken haben. Das Essen ist nicht wirklich zu empfehlen – für diesen Preis – zumindest nicht, wenn man europäische Speisen wählt.

Site Story – Drohne in Marokko

Von Ouzoud sind wir direkt zum Flughafen gefahren, wo ich noch eine Aufgabe vor mir hatte. Bei der Einreise habe ich glücklicherweise mitbekommen, dass man keine Drohnen nach Marokko einführen darf und so habe ich beim Zoll meine Drohne abgegeben. Man hat mir gesagt, dass ich diese bei der Abreise (Wenn ich vom gleichen Flughafen abreise) wieder entgegen nehmen darf – für eine kleine Gebühr.

So richtig glauben konnte ich das nicht aber es hat in der Tat geklappt. Es war ein wenig umständlich aber zum Schluss hat mich ein Sicherheitsbeamter sogar noch durch die Sicherheitsschleuse begleitet und ich war wieder zusammen mit meiner Drohne.

Fazit

Man sollte unter keinen Umständen Drohnen mit nach Marokko nehmen. Es ist verboten.

Wir sind ca. 5 Tage durch Marokko gefahren und wir haben ein schönes Land erlebt. Wir haben uns für den Atlas und gegen die Wüste entschieden und so Marokko anders kennengelernt – anders zumindest, als ich glaubte Marokko kennenzulernen. Marokko mit einem Auto zu erleben, kann ich sehr empfehlen.

 

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