Asien
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Die „Entzauberung Asiens“ durch das Reisen im 19. Jahrundert – als Europa nicht mehr als Eroberer kamen

Millionen von Menschen, zum größten Teil aus der westlichen Welt, bereisen heutzutage Asien. Diese Art des Reisens ist zweifelsohne eine europäische Erfindung des 18. und 19. Jahrhunderts. Es entwickelte sich aus dem Forscherdrang der Aufklärung heraus bis hin zum kommerziellen  Massentourismus.

China und ganz Asien galten im 17. und 18. Jahrhundert als der verzauberte Kontinent und wurden in Europa hochgeschätzt und bewundert.

Laut Lexikon bedeut Reisen eine Ortsveränderung, eine Fahrt zu einem entfernten Ort. An diesem besteht die Möglichkeit, besondere Erfahrungen zu machen, sich einerseits abzusetzen von der Realität und anderseits die Erlangung, sowie die Gestaltung neuer Räume und Welten.[17] Dies ist natürlich eine sehr allgemeine Definition von Reisen und im speziellen ist die Sache schon differenzierter zu betrachten.

Die Entwicklung des Reisens im „langen 18. Jahrhundert“[18]

Außereuropäische Reisen waren zu dieser Zeit gefährliche Unternehmungen und sollten von langer Hand geplant und durchdacht sein. Es waren kostspielige Angelegenheiten, wodurch seitens der Auftraggeber auch ein enormer Druck auf den Reisenden lastete. Vor allem aber waren es langwierige Unternehmungen, und eine einigermaßen gründliche Nahostreise zum Beispiel sollte mindestens 2 Jahre veranschlagen und weiter entfernte Ziele noch deutlich länger.[19]

Das Reisen nach und durch Asien im „langen“ 18. Jahrhundert bedeutete somit für die meisten gleichzeitig eine Reise ohne Wiederkehr und außerdem den Auftakt einer beruflichen Kariere im Ausland. Die Jesuiten und Missionare, die seit dem 17. Jahrhundert nach China entsandt wurden, konnten in der Regel nicht damit rechnen nach Europa je wieder zurück- zukehren. Pater Antoine Gaubil beispielsweise, ein geachteter Gelehrter in ganz Europa, ging 1723 nach Peking, wo er 1759 dann auch verstarb.[20] Im Grunde genommen gestaltete sich das Reisen durch Asien jener Zeit in den meisten Fällen von europäischen Stützpunkten in Asien, von dort ansässigen Europäern aus. In China waren dies die Jesuiten, die ihre großen Reisen durch China in den meisten Fällen von Peking aus gliederten.

Anfang des 19. Jahrhunderts sollte sich das Reisen durch die technische Weiterentwicklung der Schifffahrt zu Gunsten der Wissenschaft verbessern. Diese Entwicklung sorgte dafür, dass die Überseefahrten bequemer, sicherer und vor allem schneller von statten gingen. Der wichtigste technologische Durchbruch hierbei war die Konstruktion eines Chronometers, der eine exakte Längenbestimmung auf See ermöglichte.[21] Man fuhr nun nicht mehr länger auf gut Glück und einzig sich an den Sternen orientierend, sondern wissenschaftlich exakt. Längere Umwege und Irrfahrten ließen sich somit vermeiden.

Auch Skorbut, im 18. Jahrhundert noch eine gefürchtete Krankheit, verlor Anfang des 19. Jahrhunderts durch die Verbesserung der Schiffsverpflegung seinen Schrecken.

Es ist allerdings übertrieben zu sagen, dass es nun ein Vergnügen war, eine Schifffahrt zu unternehmen. Gewiss war es immer noch die bessere Variante gegenüber dem Landtransport. Während sich in der Schifffahrt einiges getan hatte, bewegte man sich auf Land immer noch nahezu im gleichen Tempo vorwärts, wie zu Zeiten Alexander des Großen.[22]

Diese Verbesserung der Reisebedingungen rief nun einen Typ Reisenden hervor, der nicht mehr länger einzig Abenteuer suchend, sondern vielmehr der Wissenschaft verschrieben, auf Reisen war. Folglich veränderte sich auch die Wertigkeit einer solchen Reise. Es ging nun nicht mehr länger darum mit Schätzen oder mit abenteuerlichen Berichten zurück zu kommen. Die wissenschaftliche Erkenntnis einer solchen Reise wurde nun bedeutender und somit gewannen Reiseunternehmungen auch neue Geltung. Das Reisen entwickelte sich regelrecht zu nationalen Prestigeprojekten. Während viele Reisende im 18. Jahrhundert ihre Reisen noch komplett selbst finanzierten oder allenfalls noch private Auftraggeber hatten, finanzierten seit Anfang des 19. Jahrhunderts die jeweiligen Staaten den Großteil der Asienreisen und gaben den Unternehmungen vor allem auch nationalen Charakter. Eigenhändig geplante Individualunternehmungen wurden immer seltener  Grosse Teile Asiens wurden daraufhin unter nationaler Flagge bereist und nicht mehr länger unter individueller Leitung. Spätestens im 19. Jahrhundert war fast jegliches Abenteuerliche aus dem Reisen verdrängt worden und musste dem wissenschaftlich, methodisch Vorgehendem Reisenden weichen. Diese Entwicklung des Reisens sorgte förmlich dafür, dass das Reisen nach China schon fast eine Art Feldzug wurde, der noch nicht mit dem Kanonenboot geführt, dafür aber mit der Feder und dem Papier.

3.3 Die Entzauberung auf dem Weg des Reisen

Die Entzauberung Chinas auf dem Weg des Reisens spielte sich auf vielen verschiedenen Wegen ab, wobei im Rahmen dieser Arbeit drei genauer betrachtet werden sollen, an denen es am besten verdeutlicht werden kann.

Die Desillusionierung des Einzelnen und die damit verbundene Berichterstattung sind ein Weg, auf dem die Entzauberung ihren Lauf nahm. Der methodisch vorgehende Reisende legte sein Augenmerk nun mehr auf wissenschaftliche Aspekte und ließ sich nicht länger von der Exotik Asiens „verzaubern“ und beeindrucken. Die Reiseberichte aus Asien wurden zunehmend nach ihrem empirischen Gehalt hin bewertet und nicht mehr literarisch.

Asien verlor seine rätselhafte Selbstverständlichkeit und wurde zum Gegenstand wissenschaftlicher Neugier, zu Aufgaben für den Scharfsinn gelehrter Spezialisten.[26] Es wurde zu einer Aufgabe für die Wissenschaft. Die wissenschaftliche Methode hierbei stellte das Reisen dar. Auf diesem Wege konnte man nach der neuen wissenschaftlichen  Auffassung des Empirismus nur verlässliche Daten sammeln. China wurde nun als Erfahrung wahrgenommen, empirisch ausgewertet und nicht mehr länger in Form von überalterten Niederschriften erfahren. Dies ist eine bedeutende Veränderung, die mit dem Reisen ein her geht, denn nur auf diesem Wege war es möglich, China zu „erfahren“. Während einige Gelehrte im 18. Jahrhundert noch von sich gaben, das es ausreicht über China zu lesen und dass es eher nachteilig wäre es gar zu bereisen, weil man sonst verblendet werden könnte, wurde diese Sicht der Dinge im 19. Jahrhundert zu Gunsten des Erkenntnisgewinns auf Basis von Erfahrungen überworfen.

Mit dieser Entwicklung geht nun ebenfalls einher, dass viele Reisende ihre Illusionen von China dann gänzlich verloren, als sie Peking in seiner ganzen staubigen und schmutzigen Realität sahen.[27] Das Bild veränderte sich durch die Selbsterfahrung und China verlor, auch für den Einzelnen, an kulturellem Prestige.

Als noch entscheidender stellt sich die Entwicklung des Reisens vom Individualreisenden Abenteurer, bis hin zum reisenden Wissenschaftler unter staatlichem Patronat heraus.[28] Persönliche Empfindungen und Eindrücke spielten kaum noch eine Rolle. Der Reisende ist nun unterwegs, meist unter nationaler Flagge, einen Auftrag zu erfüllen, der ihm gegeben wurde. Der wissenschaftlich vorgehende Reisende beleuchtet nur besonders interessante und wertvolle Aspekte für sich oder seinen Auftrageber.

Im Falle Chinas kann hier fast schon von Spionage die Rede sein. Es wurden zum Teil extra angefertigte Fragenkataloge mit auf den Weg gegeben, um bestimmte Betrachtungsweisen genau zu erforschen und unter die Lupe nehmen zu können. Die Wirtschaft Chinas und wie sie funktioniert waren hierbei von sehr großem Interesse. Im Jahre 1766 arbeitete der französische Staatsmann, Ökonom und Sozialphilosoph einen Fragebogen bestehend aus 52 sehr ausführlichen Fragen aus, die zum größten Teil auf die Wirtschaft Chinas Bezug nahmen.[29] Auch wurde der Forscher regelrecht darauf justiert, so unauffällig wie möglich dieses und jenes in Erfahrung zu bringen. Wirtschaftliche Interessen spielten auf solchen Reisen eine weitaus größere Rolle, als wissenschaftliche Erkenntnisse.

Doch auch die Wissenschaft und der sich daraus ergebende wissenschaftlich, orientierte Reisende, leisteten ihren Beitrag zur Entzauberung. Vor allem löste die Wissenschaft Mehrdeutigkeiten auf und entzauberte auf diesem Weg die asiatische Geschichte. Die Dichter konnten nun nicht mehr länger Asien erfinden, weil die Geografen und Orientalisten versicherten, es bereits gefunden zu haben.[30] Die Wissenschaft verengte mehr und mehr den Raum für Utopien und nahm ihnen ihre intellektuelle Grundlage.

Auch die Anthropologie und die Versicherung der gesamtheitlichen Welt Entdeckung entmythifizierten viele Geheimnisse. Die Welt galt, spätestens seit der Entdeckung Australiens, als erschlossen und man war sich auch darüber im Klaren, dass überall die gleichen Naturgesetze gelten müssten. Wenn es nun dennoch zu utopischen Ungereimtheiten kam, war da noch die Beweiskraft exakter Datenaufnahme. Das neuzeitliche Reisen hatte es möglich gemacht, die Welt in seiner Gesamtheit nicht nur zu entdecken, sonder auch vielmehr zu erforschen. Hört man in Berichten von 1679 noch von Chinesen die ihren Kindern die Nasen vorn drücken und breit machen, werden solchen Berichten im 19. Jahrhundert keine Bedeutung mehr bei gemessen. Auch hielten sich seit den ersten Weltumsegelungen die Thesen, dass es in Patagonien Riesen von übermenschlicher Statue geben solle. Im Jahre 1760 und den folgenden wurden diese Riesen gemessen und auf ein gemeinhin menschliches Normalmaß zurückgestutzt.[31]

Das Reisen ab dem 19. Jahrhundert stellte einen Quantensprung auf dem Weg zur Erforschung Asiens dar. Vor allem die Entwicklung der Eisenbahn sorgte für eine enorme Verbesserung, und folglich sorgte auch die Verbesserung der Reisbedingungen für die einsetzende Entzauberung. Es war nun möglich weite Reisen in viel kürzerer Zeit zu absolvieren, als noch im 18. Jahrhundert. Die Entwicklung der Eisenbahn sorgte für eine effiziente Chinaerschließung und die Chinesen waren nun auch nicht mehr länger in der Position, Reisende in ihren Gebieten so einfach zu kontrollieren.

 

China – das Entzauberte Reich

China galt Ende des 19. Jahrhundert als Modernisierungsverlierer und seine politische Macht war verloren, sein kulturelles Prestige verblasste. Aus dem mächtigen China des 18. Jahrhundert wurde das Land der Hungernden und Leidenden.[32] Neue Wirtschaftstheorien verschafften den Europäern ganz neue Einblicke auf China. Man erkannte vor allem die Statik im chinesischen Wirtschaftssystem und im Kaiserreich. Hatten die Europäer im 18. Jahrhundert noch kaum etwas, was für die Chinesen von Interesse zu sein schien, arbeitete ein großer Teil der chinesischen Wirtschaft ab Ende des 19. Jahrhunderts für den Export nach Europa.

Durch ihre rigorose Fremdenpolitik den Europäern gegenüber, hatten sie es ihrerseits versäumt zu lernen und konnten nun nicht mehr mithalten. Die Europäer verstanden es sehr gut, von den Asiaten zu lernen und über sie zu lernen. Die Europäer waren immer interessiert, sich Wissen über andere Völker anzueignen. Die Chinesen verstanden nicht, dies für sich zu nutzen und galten spätestens seit Ende des 19. Jahrhunderts als die Verlierer. Auch dies ist ein wichtiger Punkt, denn anders als die Chinesen, fühlten sich die Europäer immer in einem gewissen Wettstreit mit den Asiaten. Die scheinbare Konkurrenz beflügelte die Europäer förmlich zu technischen Innovationen und die Aufklärung stellte den Schlüssel zu dieser Entwicklung der Europäer dar.

Ein entscheidender Punkt, der Asien und auch China dann gänzlich den Zauber und in diesem Fall den „Zauber der Angst“ nahm, war die Befriedung der „Reiterkrieger“. War die Angst vor der „gelben Gefahr“ im 16. und auch noch im 17. Jahrhundert durchaus präsent, stellte diese im 19. Jahrhundert keine Präsenz mehr da.[33] Die Europäer verloren ihre Angst und auch ihre Hochachtung vor der chinesischen Kultur.

 

Der Tourist

Es trat nun ein weiteres Phänomen Reisender auf, der als abschließender Punkt in der Entwicklung der Entzauberung gesehen werden darf, nämlich der gewerblich organisierte Fernausflügler: der Tourist.[34]

Ein Tourist ist ein Reisender, der keinen bestimmten, z.B. wissenschaftlichen Zweck mit seiner Reise verbindet, sondern nur reist, um die Reise gemacht zu haben und sie dann beschreiben zu können.[35] Das ist eine große Veränderung der frühneuzeitlichen Art des Reisens. Es suggeriert förmlich einen unbegrenzten Subjektivismus, welches neben der offenen Lüge der schlimmste Sündenfall eines Reiseschreibers war.[36] Durch das veränderte Bild Europas, speziell auf China, verlor es auch bald seinen wissenschaftlichen Reiz:

„Mit der Professionalisierung der Asienkenntnisse als Fachwissen verbindet sich ihre Marginalisierung als Bildungswesen. Damit geht ein Prestigeverlust Asiens im europäischen Bewusstsein einher.“ (Osterhammel S. 36)

Das Interesse an der chinesischen Bildung ging daraufhin verloren und fand nur noch in der Fachwelt Anwendung als „zusätzliches Wissen“. Auch die chinesische Bildung als Ergänzung oder gar als Alternative zu der des klassischen Altertums anzusehen, verbraucht sich zu dieser Zeit. Mit dem aufkommenden Tourismus ist die Entzauberung endgültig abgeschlossen. Als Thomas Cook, ehemaliger Entdecker ganz neuer Welten dann 1841 die Pauschalreise einführt, hat das Reisen nach Asien schon gänzlich seine wissenschaftliche Eleganz verloren. Die Europäer begannen Länder zu bereisen, um da gewesen zu sein und nicht mehr länger um von ihnen zu lernen. Man bereiste somit auch nicht mehr länger fremde Länder, sondern eher das eigene Land in einem fremden Land. Eine Pauschalreise hat nichts mit eine Reise im klassischen Sinne zu tun. Zitat, welches die Entwicklung wohl am deutlichsten beschreiben kann, ist folgendes:

„Wenn man ein Bild sucht, mit dem sich die Epoche eindrücklich beschließen lässt, dann das des sechzigjährigen Alexander von Humboldt im Oktober 1829 auf dem Kaspischen Meer: Der einstige Bezwinger von Dschungeln und Andengipfeln als Passagier auf einem Dampfschiff. (Osterhammel S. 37)

 

Fazit

Inwieweit gestaltete sich also die Entzauberung Chinas im 19. Jahrhundert durch das Reisen war die Frage, die diese Arbeit zu behandeln vorhatte. Man kann durchaus sagen, dass es  maßgeblich dafür verantwortlich zu sein scheint, wie das Bild der Europäer über China sich entwickelte und gestaltete. Es war viel mehr auch der einzige Weg, um sich ein relativ objektives Bild über China machen zu können. Das Reisen entzaubert auf seine selbstverständliche Art immer, denn das Bild was man sich im Kopf macht ist niemals die Realität, die man letztendlich vorfindet. Somit stellte das Reisen die Methodik dar, auf welchen Wege die Europäer China erfahren haben und in einer Zeit, in der sich die Wissenschaft in gewisser Weise über Erfahrung definierte, bedeutete das Reisen auch die einzige Möglichkeit Erfahrungen, in fremden Ländern zu sammeln.

Vorher war man durchaus davon überzeugt, dass es reicht davon zu lesen und  wenn man dort ist, würde es einem die Sinne verzehren. So gesehen sorgte die wissenschaftliche Reise schon dafür, dass China entglorifiziert wurde. Allerdings darf man nicht vergessen, dass nicht die Reise allein dafür sorgte, sondern wohl eher als wissenschaftliche Methode verstanden werden kann, die erst nach gründlicher Auswertung zu gewünschten Ergebnissen führte. Es waren natürlich, wie im Text auch beschrieben viele Vorbedingungen nötig, sei es politisch aber auch wissenschaftlich, die das Reisen in dieser Form erst ermöglichten. Vielleicht aber ist auch der Reisedrang der Europäer verantwortlich, für die im 19. Jahrhundert einsetzende Entwicklung? Begann der imperiale und koloniale Feldzug der Europäer vielleicht sogar auf dem Weg des Reisens?

Dennoch ist das Reisen wohl eher das Mittel, als die Urasche der Entzauberung. Man kann es aber doch sehr wohl als das ausschlaggebende Mittel gelten, denn ohne das ausgiebige Bereisen des Landes wäre es wohl nie zu einer solchen Informationsflut gekommen, womöglich auch nie zu solch einer Verzauberung und demzufolge auch nicht zur Entzauberung. Infolgedessen ist das Reisen schon maßgeblich für die Entzauberung verantwortlich, da die wissenschaftliche Erkenntnis auf diesem Wege stattfand. Die Entwicklung des Reisens im 18. Jahrhundert zeigte für viele Europäer die Realität auf. Vielleicht kam es auch auf diesem Wege dazu, dass sich Europa bald als etwas Besseres in der Welt sah. Vielleicht kamen die Europäer auf ihren Reisen zu der Auffassung, das sie förmlich dazu bestimmt waren die Welt zu beherrschen? Man bedenke das diese Zeit auch als der „Vorabend“ der europäischen Welteroberung im angesehen werden kann. Viele Reisende im 19. Jahrhundert stellten in der Tat eher Spione dar, als das sie Reisende im näheren Sinne  waren.

Wenn man sich daraufhin einmal betrachtet, wer im 18. Jahrhundert reiste und auch, wer gegenwärtig größtenteils auf Reisen geht, stellt man fest, dass dies damals wie heute zum größten Teil Europäer, oder Menschen aus den westlichen Ländern sind. Im gewissen Sinne weist dies auch auf eine große Arroganz hin. Die westliche Welt kann es sich leisten dort Urlaub zu machen, wo andere um ihren Lebensunterhalt kämpfen müssen.

 

Literaturverzeichnis

Dtv-Atlas Weltgeschichte: Band 1. Von den Anfängen bis zur französischen Revolution. Hrsg. Hermann Kinder & Werner Hilgemann. München 1998

Osterhammel, Jürgen: Die Entzauberung Asiens. Europa und die asiatischen Reiche im 18. Jahrhundert. München 1998

Störig, Hans Joachim: Kleine Weltgeschichte der Philosophie, Frankfurt am Main 2004

http://de.wikipedia.org/wiki/Hauptseite. 15.04.05

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[17] http://de.wikipedia.org/wiki/Reise, 15.04.05.

[18] Damit ist die Zeit zwischen 1680 – 1850 gemeint; Zit. nach O’Gorman, long Eighteenth Century (1997), in: Osterhammel, S.31.

[19] Osterhammel, Entzauberung Asiens, S.87

[20] Ebd., S.88.

[21] Ebd., S. 94.

[22] Ebd., S. 96.

[26] Ebd., S.381.

[27] Zit. nach George Forster, Journy (1808), Bd. 2, S.79; D. Campbell, Journy (1796), Teil 3, S.6 f.; Holmes, Jornal (1798), S.133; Abel, Narrative (1819), S.201, in: Osterhammel, S.124.

[28] Osterhammel, Entzauberung Asiens,  S.87.

[29] Ebd., S.158.

[30] Ebd., S.144.

[31] Zit. nach Adams, Travel Liars (1980), S.19-43, in: Osterhammel, S.144.

[32] Osterhammel, Entzauberung Asiens, S.382.

[33] Osterhammel, Entzauberung Asiens, S.16.

[34] Ebd., S.37.

[35] Ebd., S.37.

[36] Zit. nach Osterhammel, Entzauberung Asiens, S.37

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